Heimatmuseum  Hüttenberg  -  Goethehaus Volpershausen

Das 1992 eröffnete Heimatmuseum befindet sich im ehemaligen Jagdhaus der Grafen von Nassau-Weilburg und wurde in der Zeit von 1719 bis 1721 gebaut.

 

Im Erdgeschoss sind zwei Räume, in denen landwirtschaftliches Gerät, bäuerliches Gebrauchsgut und Produktionsmittel für den weit über die Grenzen hinaus bekannten "Hüttenberger Handkäse" präsentiert werden. Ein reichhaltig bestückter gläserner Schauschrank zeigt Hüttenberger Trachten, Geräte zur Flachsbearbeitung und zum Backen sowie das Mobiliar einer Schulklasse im Dachgeschoss. Abgerundet wird dieser Teil der Ausstellung durch eine Waschküche, eine Schusterwerkstatt und einen Vorratsraum im Kellergeschoss. Im ersten Stock befinden sich der vollständig eingerichtete Wohn- und Schlafraum sowie eine Küche aus der Zeit um 1900.

 

Ein Kontrast dazu ist der Ballsaal auf derselben Ebene des Museums. Der geschmackvoll im Stil dieser Zeit gestaltete Raum erinnert an das denkwürdige Tanzvergnügen, das am 9. Juni 1772 an diesem Ort stattfand und in die Weltliteratur einging. Johann Wolfgang von Goethe, in jenen Tagen Praktikant am Wetzlarer Reichskammergericht, gehörte zu den 25 Teilnehmern, darunter Charlotte Buff (Kestners Verlobte), die aufs Land gekommen waren.

 

Die Initiatoren und Betreiber des Museums, die Gemeinde Hüttenberg und der Heimatkundliche Verein sind bestrebt, sowohl der bäuerlichen Tradition des Hüttenberger Landes gerecht zu werden als auch an die in die Literatur eingegangene Ballnacht von 1772 zu erinnern.

 

Trägerschaft:  Heimatkundlicher Verein Hüttenberg e. V.


Adresse

Heimatmuseum Hüttenberg

- Goethehaus Volpertshausen -

Rheinfelser-Straße 65

35625 Hüttenberg-Volpertshausen


Öffnungszeiten: Jeden 2. Sonntag im Monat von 14:00 - 18:00 Uhr - für Gruppen sind auch andere Termine vereinbar.

 

Führungen: Zu den Öffnungszeiten

 

Eintritt: Erwachsene 1,50 €, Gruppen ab 20 Personen 1 €  p. P., Kinder bis 15 Jahre frei




Gottfrieds  Haus

Das „Gottfrieds Haus“ ist kein Museum im landläufigen Sinn. Dies will es auch nach dem Willen der Betreiber nicht sein.

 

Das Haus ist in seinen Inhalten so wieder hergestellt, wie es über viele Jahrzehnte seinen Bewohnern diente. Schlaf- und Wohnstube, Küche und Flur sind nach altem Vorbild entstanden. Die Renovierung der Wände wurde von einem Weißbinder ausgeführt, der den Stil der Jahrhundertwende getroffen hat. Die Räume sind so eingerichtet, als wären sie gerade von den Vorbesitzern übernommen worden. Nichts ist überladen. Notwendige „Neuteile“ wurden dem Stil des Hauses angepasst.

 

Es wurde eine Original-Waschküche hergerichtet, in der all das gezeigt werden kann, was früher darin zu tun war. Ob das Wäschewaschen, ob das Honigkochen oder das Schlachten; alles wurde früher in der „Waschküche“ verrichtet.

 

Das Haus ist wie kein zweites geeignet, den Besuchern ländliches Brauchtum zu vermitteln. Den Freunden alter bäuerlicher Wohnkultur ist ein Besuch unbedingt anzuraten. Gerne sind Schulklassen willkommen, die ihre Kenntnisse über ihre Altvorderen hier aufbessern können.

 

Trägerschaft:  Kultur- und Heimatverein Rechtenbach e. V.


Adresse

Museum Gottfrieds Haus

Bergstraße 8

35625 Hüttenberg-Rechtenbach


Öffnungszeiten:  nach Vereinbarung

Führungen:  für Gruppen nach Vereinbarung

Eintritt:  frei